Wärmepumpe mit dynamischem Stromtarif
Mit Börsenpreisen von 15. Oktober 2025 bis 14. Oktober 2026 · aktualisiert 14. Oktober 2026
Eine Wärmepumpe braucht ihren Strom vor allem im Winter. In den Wintermonaten kostete Strom an der Börse im Schnitt 10,1 ct. Wer einen Teil des Verbrauchs in günstige Stunden verschiebt, spart in unserem Beispiel rund 44 Euro im Jahr.
Wann die Wärmepumpe Strom braucht
Eine Wärmepumpe verbraucht den größten Teil ihres Stroms von November bis Februar. Genau dann war Strom an der Börse mit 10,1 ct im Schnitt günstiger als im Jahresmittel (10,7 ct). Im Winter waren die Stunden von 3 bis 4 Uhr am günstigsten und von 17 bis 18 Uhr am teuersten.
Rechenbeispiel: 4.000 kWh im Jahr
Wir verteilen 4.000 kWh nach einem typischen Heizprofil auf die Monate (Januar 17 %, Juli 1,5 %) und rechnen mit den Börsenpreisen der letzten zwölf Monate plus Netzentgelt, Umlagen und Steuern.
- Gleichmäßig über den Tag
- 1.222 €
- 30 % in die günstigsten 8 Stunden verschoben
- 1.178 €
- Unterschied
- 44 €
Ohne Grundpreis, Anbieteraufschlag und ohne das reduzierte Netzentgelt nach § 14a EnWG, das für Wärmepumpen gilt. Verschieben setzt einen Pufferspeicher oder ein gut speicherndes Haus voraus.
Worauf es ankommt
- Ein dynamischer Tarif lohnt sich vor allem, wenn die Wärmepumpe über eine Steuerung Preissignale nutzt (zum Beispiel über SG-Ready oder eine Energiemanagement-App).
- Ohne Verschieben zahlst du den Durchschnittspreis der Wintermonate. Vergleiche ihn mit dem Arbeitspreis eines Wärmepumpentarifs.
- Eine Photovoltaikanlage hilft im Winter wenig, gerade dann, wenn die Wärmepumpe am meisten braucht.
Häufige Fragen
Lohnt sich ein dynamischer Stromtarif für eine Wärmepumpe?
Wenn die Wärmepumpe ihren Betrieb in günstige Stunden verschieben kann. In unserem Rechenbeispiel mit 4.000 kWh spart das Verschieben von 30 % des Verbrauchs rund 44 Euro im Jahr. Ohne Verschieben hängt es davon ab, wie teuer der Winter an der Börse ist.
Wann ist Strom im Winter am günstigsten?
In den Wintermonaten der letzten zwölf Monate war die Stunde von 3 bis 4 Uhr im Schnitt am günstigsten (7,7 ct an der Börse).
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Daten: Bundesnetzagentur | SMARD.de (CC BY 4.0), Ergebnisse der Day-Ahead-Auktion, Stundenmittel, von uns in ct/kWh umgerechnet und ausgewertet.